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Geschichte

1900

Die Firmengründer: Heinrich und Margarete Diehl

Es beginnt mit einer kunstgewerblichen Modellwerkstätte:

Als Heinrich und Margarete 1902 den Schritt in die Selbständigkeit wagen, sind die Aufgaben klar verteilt. Heinrich Diehl ist der geschickte Handwerker und Künstler, seine Frau Margarete das kaufmännische Naturtalent. Für die damalige Zeit ist es nicht üblich, ein Unternehmen gleichberechtigt zu führen, doch für Diehl soll es sich als Glücksfall erweisen.

Es beginnt mit einer kunstgewerblichen Modellwerkstätte in der Nürnberger Schweiggerstraße. Für die kleine Kunstgießerei stehen zunächst die Anfertigung von Modellen für Öfen, Kunst- und Bauguss sowie Epitaphien (Grabplatten) im Vordergrund.

Aus der Frühphase des Unternehmens: Handwerker in der Gießerei

Aufstieg in industrielle Größenordnungen:

Bereits 1905 ist es dem Ehepaar Diehl möglich, die renommierte Kunstgießerei Brand in der Grünstraße, ehedem die Lehrwerkstatt von Heinrich Diehl, zu erwerben. Neben einer Gießerei und Bearbeitungswerkstatt umfaßt das Produktionsprogramm jetzt Beschläge, Türklinken und Kunstguss. Auch eine Handelsabteilung für Baubeschläge wird eingerichtet. Das expandierende Unternehmen zieht in die Geuderstraße um und beginnt, in industrielle Größenordnungen hineinzuwachsen.

Die Geburt des Sohnes Karl 1907 macht das Glück der Eltern komplett.

Heinrich und Karl Diehl zusammen mit der versammelten Belegschaft 1916

Wachstum und Umbruch während des Ersten Weltkrieges:

Der Beginn des Ersten Weltkriegs bringt für das Unternehmen Diehl den Wechsel von der Produktion handwerklich verfertigter Konsumerzeugnisse hin zum Guss von Messingstangen. Daraus werden in der eigenen Gesenkschmiede Rohteile für die Munitionsfertigung gepresst.  

Der Bedarf an zusätzlicher Produktionsfläche führt 1915 zunächst zur Anmietung der Brown’schen Fabrik in der Waechterstraße und 1917 schließlich zum Bau des später als Werk 1 benannten Stammbetriebes in der Äußeren Bayreuther Straße.

Diehl positioniert sich damit als fränkischer Halbzeughersteller.

Margarete Diehl

Margarete Diehl führt das Unternehmen allein:

Nachdem Heinrich Diehl als Soldat an der Ostfront seinen Dienst leisten muss, übernimmt Margarete Diehl die Geschäftsführung allein.

Das Nürnberger Handelsregister vermeldet die Erteilung der Prokura an die „Kunstgießereibesitzersehefrau Grete Diehl“. Das ist in Deutschland zu diesem Zeitpunkt noch sehr außergewöhnlich.

1920

Mitarbeiter bei der wohlverdienten Pause

Kriegsende und Wirtschaftskrise:

Mit dem Ende des Ersten Weltkrieges muss das Metall-, Guss- und Presswerk Heinrich Diehl mehr als zwei Drittel seiner bis dahin 300 Beschäftigten abbauen. Trotz des Verlustes vieler wichtiger Maschinen für deutsche Reparationszahlungen sind die Voraussetzungen für die industrielle Massenproduktion geschaffen, um nach dem gesamtwirtschaftlichen Einbruch der Produktion weitermachen zu können.

Gefragt sind zunächst Wasserhähne und Wasserleitungen. Bereits 1920 kann das Unternehmen eine 300-Tonnen-Strang- und Rohrpresse anschaffen, um Vormaterial für Pressteile sowie Rohre für die Bleistiftindustrie herzustellen. Die Erholung der politischen und wirtschaftlichen Konjunktur bringt dem Unternehmen stürmisches Wachstum. Die Reichsbahn wird zu einem großen Kunden und mit einer weiteren 1.200-Tonnen-Presse kann die Herstellung von Stangen und Rohren ausgebaut werden.

Doch 1931 wird Deutschland von den Folgen der Weltwirtschaftskrise getroffen und im Herbst 1932 muss auch bei Diehl vorsorglich der gesamten Belegschaft gekündigt werden.

Karl Diehl zusammen mit seinen Eltern

Überwindung der Wirtschaftskrise und Aufstieg:

Der Einstieg von Karl Diehl in das väterliche Unternehmen am 1. August 1930 fällt in eine schwere Zeit. Die Produktion muss zurückgefahren werden, das Unternehmen beschäftigt zeitweise nur noch 50 Mitarbeiter.

Aufgrund der Initiative von Karl Diehl wird die Produktion feinmechanischer Komponenten aufgenommen, um die Wertschöpfungstiefe zu erhöhen. Dazu werden 1934 Räumlichkeiten in der ehemaligen Spielzeugfabrik Bing AG angemietet und eine Metallbearbeitungswerkstätte aufgebaut, deren Leitung Karl Diehl übertragen wird. Damit kann auch die Produktpalette erheblich erweitert werden.

1937 erwirbt Diehl schließlich den gesamten Bing-Komplex in der Stephanstraße, um in den jetzt Werk 2 genannten Baulichkeiten die Weiterverarbeitung von Armaturteilen und anderen Pressteilen aus dem Werk 1 in der Äußeren Bayreuther Straße auszubauen.

Historisches Firmenlogo

Gründung der Röthenbacher Werke und Tod Heinrich Diehls:

Mangelnde Erweiterungsmöglichkeiten auf dem Gelände von Werk 1 machen die Gründung eines neuen Guss- und Presswerks (Werk 3) mit Gesenkschmiede in Röthenbach notwendig, unmittelbar vor den Toren Nürnbergs. 1938 geht hier eine 3.500-Tonnen-Presse in Betrieb, zu dieser Zeit die größte ihrer Art in Deutschland.

Nur kurz darauf beginnen die Planungen für das benachbarte Werk 4 zur Massenfertigung von Munition und Kleinteilen, zum Beispiel Lagerschalen für Eisenbahnwaggons. Als einer der führenden Halbzeughersteller mit einer rasch wachsenden mechanischen Fertigung ist das Unternehmen Diehl in die deutschen Aufrüstungsanstrengungen eingebunden.

In diese Zeit fällt der frühe Tod Heinrich Diehls am 7. November 1938. Die Verantwortung für das Unternehmen und mittlerweile 2.800 Beschäftigte fällt an Margarete und Karl Diehl gemeinsam.

Kriegszerstörungen in der Stephanstraße

Kriegsereignisse und Zerstörung:

1939 erfolgt die Einstufung des Unternehmens als kriegswichtiger Betrieb. Der erste Auftrag betrifft die Fertigung des Aufschlagzünders AZ 23, dem verschiedene weitere Modelle folgen. In einem eigenen Werk werden 20-mm-Patronen laboriert, gegen Kriegsende bis zu 1,5 Mio. Stück im Monat.

An vorderster Stelle steht das Stückzahlendiktat der Reichsbehörden, das zu erfüllen durch die Einberufung hunderter vorzugsweise junger Fachkräfte für den Fronteinsatz zunehmend schwieriger wird. Bei der gegebenen Arbeitskräftesituation muss das Unternehmen bald auf den Einsatz von Kriegsgefangenen, später auch von Zwangsarbeitern zurückgreifen. Eine Entwicklung, der sich kein vergleichbarer Produktionsbetrieb dieser Zeit entziehen kann. Diehl hat dieses Kapitel der Firmengeschichte später durch unabhängige Historiker aufarbeiten lassen und 1997 auch einen eigenen Fonds zur Unterstützung ehemaliger Zwangsarbeiter gegründet.

Ein schwerer Luftangriff im August 1942 zerstört einen Teil der Produktionsanlagen in der Stephanstraße. Später werden auch fast sämtliche Baulichkeiten in Röthenbach zerstört oder schwer beschädigt.

1945

Erste Aktivitäten nach Kriegsende: Reparatur von Eisenbahnwaggons

Wiederaufbau und Neubeginn:

Das Unternehmen Diehl steht nach Kriegsende vor bislang nicht gekannten Herausforderungen. Eine Zeitlang laufen Demontage und Wiederaufbau nebeneinander her.

Als Aushilfsbeschäftigung werden zunächst Instandsetzungsarbeiten an Reichsbahnwaggons durchgeführt sowie Gebrauchsgegenstände wie Schöpfkellen und Töpfe durch Umschmelzen von Leichtmetall-Schrotten hergestellt. In diese Zeit datieren auch die Anfänge der Diehl-Uhrenproduktion, deren Grundlagen bereits vor dem Krieg gelegt worden waren.

Zukunftstechnologie der 50er und 60er Jahre: „transmatic“-Rechenmaschine

Die Entwicklung der Rechenmaschine:

In den gleichen Zeitraum wie die Anfänge der Uhrenproduktion fällt auch die Herstellung erster Diehl-Rechenmaschinen. Diese Geräte gelten traditionell als Krönung feinmechanischer Fertigung. In Zusammenarbeit mit dem Markeninhaber der Archimedes-Rechenmaschinen werden weiterentwickelte Geräte vorgestellt und produziert. Mit der Serienfertigung des ersten Modells kann 1952 begonnen werden. Mit rund 2.800 Teilen stellt es eines der kompliziertesten Geräte dar, welche die Feinmechanik bislang hervorgebracht hat: Fähig zum Addieren, Subtrahieren, Multiplizieren und Dividieren.

Bereits wenige Monate später folgt ein vollautomatisches Modell. Mit der „transmatic“ kommt 1963 eine druckende Vierspeziesmaschine auf den Markt, die technikgeschichtlich als Höhepunkt in der Entwicklung dieser Geräte gesehen wird.

Rechenmaschine von Diehl

Von der Rechenmaschine zum Datensystem:

1972 wird die Produktion mechanischer Tischrechner bei Diehl eingestellt. Das Unternehmen konzentriert sich jetzt auf elektronische Rechner und bündelt sein Know-how in der Diehl Datensysteme GmbH.

1975 wird die Mehrheit an der Konstanzer Computertechnik Müller GmbH übernommen, um die Arbeitsgebiete mittlere Datentechnik und Textsysteme weiter auszubauen. 1982 kann CTM einen mehrplatzfähigen Digitalcomputer mit Winchester-Laufwerk vorstellen; im folgenden Jahr einen 32-Bit-Digitalcomputer. Doch angesichts des hart umkämpften EDV-Geschäfts sieht Diehl bald darauf keine Zukunft mehr auf dem Markt und reicht die Anteile an CTM bereits 1986 an das Unternehmen SEL weiter.

Halbzeugproduktion in den 50er Jahren

Werk 1 wird nicht wieder aufgebaut:

Das Unternehmen Diehl kann für sich in Anspruch nehmen, auf dem Gebiet des Stranggusses mit bahnbrechend gewesen zu sein. Dies gilt sowohl für den Leichtmetall-Strangguss, der in den zwanziger Jahren aufgenommen wurde, als auch für die später hinzugekommene Verarbeitung von Kupfer- und Zinklegierungen. Neue Fertigungsverfahren und ein verändertes Nachfrageverhalten erfordern in den Nachkriegsjahren eine Umstellung der Produktionsanlagen auf hochwertige Kupfer- und Messingerzeugnisse.

Im Zuge dieser Neuausrichtung erfolgt die Stilllegung des Werkes 1 und in Röthenbach entstehen vergleichsweise großzügig dimensionierte Produktionsanlagen mit modernen Bearbeitungszentren. Hauptabnehmer der Produkte in den Aufbaujahren sind wieder die Automobil-, aber auch die Sanitärindustrie.

Frühe Verkaufsschlager: Wecker von Diehl

Diehl gründet eine Weckerfabrik:

Für einen Spezialisten in der Herstellung feinmechanischer Komponenten lag es zur damaligen Zeit nahe, sich auch mit dem Thema Uhren zu beschäftigen. 1947 kommt die erste Diehl-Uhr auf den Markt. Bereits 1948 wird eine Weiterentwicklung vorgestellt. Die „diletta“ wird zum Erfolgsprodukt unter den Diehl-Uhren. Ein weiterer Höhepunkt folgt 1959 mit der heute legendären „mini-clock“, einem Wecker mit unverwüstlichem Batteriewerk, von dem insgesamt 6,3 Mio. Stück hergestellt werden.

Die Uhren mit dem prägnanten Diehl´schen Schriftzug setzen zum Siegeszug durch die deutschen Haushalte an. Viele dieser Wecker sind selbst heute noch im Einsatz.

Herdschaltuhren

Diehl wird Partner der Hausgeräteindustrie:

Auf der Suche nach breiteren Anwendungsmöglichkeiten für das im Unternehmen gesammelte Know-how rund um Uhren kommen die Diehl-Entwickler Ende der vierziger Jahre mit der Hausgeräteindustrie in Kontakt, die sich in dieser Zeit gerade in einer technologischen Umbruchsituation befindet. Diehl erhält den Auftrag eines großen Herstellers, bewährte Uhrentechnik mit Schaltvorgängen zu verbinden. Ähnliche Fertigungsverfahren wie in der Uhrenproduktion sowie gleiche Präzision und Zuverlässigkeit machen Diehl rasch zu einem idealen Partner für die führenden europäischen Weiße-Ware-Hersteller.

Mit der Vorstellung der ersten vollelektronischen Herdschaltuhr 1977 wird Diehl zum Marktführer für Herdschaltuhren. Daneben werden Kurzzeitmesser, Zeitschalter und Installations-Schaltuhren für Heizungen und Klimaanlagen produziert.

1950

Margarete Diehl

Der Heinrich Diehl-Gedächtnis-Fonds:

1952 begeht das Unternehmen das fünfzigjährige Betriebsjubiläum. Margarete und Karl Diehl beschließen, den Heinrich Diehl-Gedächtnis-Fonds ins Leben zu rufen, um notleidende Beschäftigte zu unterstützen und eine freiwillige Betriebsrente für langjährige Mitarbeiter zu zahlen. Der Fonds wird zum Jahresende 1953 ins Leben gerufen.

Margarete Diehl stirbt kurz zuvor im Alter von 72 Jahren.

Mündungsglühen von Treibladungshülsen

Aufnahme der wehrtechnischen Produktion:

Mit der Gründung der Bundeswehr wird Diehl Partner der ersten Stunde. Es beginnt mit der Herstellung von 20- und 40-Millimeter-Munition in einem eigens dafür errichteten Werk in Röthenbach. 

Mit dem Erwerb der Remscheider Gießerei Backhaus kommt die Herstellung von Panzerketten hinzu. Kurz darauf folgt ein Gießereibetrieb im saarländischen Mariahütte, der unter dem Namen „Karl Diehl Mariahütte“ in den Konzern eingegliedert wird. Zusammen mit dem neugegründeten Sprengstofflaborierwerk auf dem nahegelegenen Maasberg nimmt der Doppelstandort in den folgenden Jahrzehnten eine zentrale Rolle in der wehrtechnischen Produktion des Unternehmens ein.

Junghans ist offizieller Zeitnehmer der Olympischen Spiele in München

Diehl erwirbt Junghans:

Trotz der guten Erfolge auf dem Uhrensektor unter eigenem Namen übernimmt Diehl 1957 die Aktienmehrheit an der Gebrüder Junghans AG, der zu diesem Zeitpunkt größten Uhrenfabrik Europas. Am Standort Schramberg werden in den Folgejahren die gesamten Diehl-Uhrenaktivitäten gebündelt.

Junghans ist eines der ersten Unternehmen, die statt der traditionellen Unruh zur Gangregelung einen Quarzkristall einsetzen, dessen Schwingungen von einer integrierten Halbleiterschaltung weiterverarbeitet werden. Die damit erzielte hohe Ganggenauigkeit überzeugt auch die Organisatoren der Olympischen Spiele des Jahres 1972 in München – Junghans wird zum offiziellen Zeitmesser des bis dahin weltgrößten Sportereignisses bestimmt.

Große Triebwerksinspektion beim Aero-Dienst

Gründung der Aero-Dienst GmbH:

Karl Diehl ist 1957 der erste bayerische Unternehmer mit einem eigenen Firmenflugzeug. Da es in Deutschland zu dieser Zeit noch keine entsprechende Flugzeugwartung gibt, gründet Karl Diehl gemeinsam mit seinem Cousin Karl Heinz Schmidt von den Faun-Werken die Aero-Dienst GmbH. Aus dem anfänglichen Zweimannbetrieb entwickelt sich ein erfolgreiches Unternehmen, das ab 1975 als exklusiver Partner für den ADAC die Rückholflüge im Rahmen des Schutzbriefes durchführt.

Nach dem Ausstieg von Faun 1980 übernimmt Diehl auch die übrigen Anteile an dem Unternehmen. 1998 wird der Aero-Dienst an den ADAC abgegeben.

Das Sundwiger Messingwerk in den 50er Jahren

Erwerb des Sundwiger Messingwerks:

Die Halbzeugproduktion, einst Keimzelle des Unternehmens, erweist sich auch in den fünfziger Jahren als Kerngeschäft von Diehl. Um den Kunden neben Stangen, Rohren und Schmiedeteilen auch Drähte und Bänder aus einer Hand anbieten zu können, erwirbt Diehl 1958 das Sundwiger Messingwerk.

Das Unternehmen baut in der Folgezeit seine Kapazitäten im Bandbereich weiter aus, um mit der stürmischen Entwicklung der Elektrotechnik hin zur Elektronik Schritt zu halten. Bänder von 0,1 mm Dicke werden nach der grundlegenden Modernisierung der Bandfertigung 1973 in zunehmendem Maße auch nach Fernost exportiert. Mit einem modernen Fertigwalzwerk nimmt das Unternehmen ab 1982 eine Pionierstellung in der Kupferlegierungs-Bandherstellung ein.

Windkanaluntersuchung am Modell eines Übungsgeschosses

Bündelung der wehrtechnischen Technologiekompetenzen:

Die stetige Ausweitung der Arbeitsgebiete im Bereich Munitionsentwicklung führen 1971 zum Bau eines eigenständigen Entwicklungszentrums in Röthenbach. Studien und wichtige Entwicklungsaufgaben nehmen jetzt einen erheblichen Anteil an den Leistungen des Unternehmens ein.

Der Erfolg dieser Arbeiten führt 1984 zum Bau eines neuen Zentrums, in dem neben der Forschung an den traditionellen Waffen-, Wirkladungs- und Zündertechnologien unter anderem Erkenntnisse aus den Bereichen Sensorik, Signalverarbeitung und Flugmechanik erweitert werden.

Diehl wird auf diese Weise zu einem der innovativsten Unternehmen der Branche.

Von der Noratlas zum Airbus:

Nachdem es Diehl in den Anfangsjahren der Bundeswehr erstmals gelingt, einen Auftrag über die Wartung von Autopiloten der Noratlas-Flugzeuge zu erhalten, baut das Unternehmen seine Luftfahrtaktivitäten durch Lizenzfertigungen weiter aus. Dazu gehören beispielsweise Anti-Skid-Boxen für den Starfighter (eine Art ABS für Flugzeuge). Ebenso die Entwicklung von Bodenprüfgeräten für das NATO-Aufklärungsprogramm AWACS.

Daraus entwickelt sich in den Folgejahren das Unternehmen Diehl Luftfahrt Elektronik (DLE), das als Partner der ersten Stunde für Airbus in den Bereichen Kabinenbeleuchtung und Notstromversorgung tätig wird.

Mauser-Messtechnik im Einsatz an einem Airbus-Modell

Weiterer Ausbau des wehrtechnischen Geschäfts:

Die Übernahme der Mauser-Werke in Oberndorf 1979 soll Diehl auf dem Weg zum Systemhaus für Heeresausrüstung und deren logistische Betreuung weiter voranbringen. Mauser entwickelt unter anderem die 27-mm-Bordkanone für die Kampfflugzeuge Tornado und Alpha-Jet. Das Unternehmen fertigt ebenso modernste Koordinatenmessmaschinen sowie Jagd- und Sportwaffen.

Durch die Beendigung des Ost-West-Konflikts Anfang der neunziger Jahre und die damit notwendig gewordene Neuorientierung in der deutschen Wehrtechnik beendet Diehl sein Engagement bei Mauser sukzessive bis 1995, um sich verstärkt auf die Entwicklung und Fertigung moderner Munition für die verschiedenen Anwendungen zu konzentrieren.

Produkte von Comet, einem der traditionsreichsten deutschen Hersteller von Pyrotechnik

Ein Feuerwerk von Ideen:

1979 Jahr wird auch die Firma Comet übernommen, einer der ältesten Hersteller von pyrotechnischen Erzeugnissen in Deutschland, mit einer Produktpalette, die von Feuerwerksartikeln über Seenotsignale und Seenotgeräte bis hin zu Leucht- und Signalmunition reicht. Das Unternehmen, das bereits in den zwanziger Jahren zusammen mit Fritz von Opel Raketenantriebe für Autos, Schienenfahrzeuge und Flugzeuge entwickelt hatte, soll das wehrtechnische Geschäft von Diehl weiter abrunden.

Das konsumorientierte Feuerwerksgeschäft wird allerdings immer eine Sonderrolle in der Gruppe einnehmen. 2005 wird Comet schließlich an die britische Chemring Group abgegeben. 

Interferenzkontakt eines IC von Eurosil

Diehl Datensysteme:

Mit dem Erwerb der Aktienmehrheit an der Firma Eurosil in den USA reagiert Diehl 1975 auf den Siegeszug der Mikroelektronik. Eurosil ist ein namhafter Halbleiterhersteller auf dem Gebiet der CMOS-Technologie-Schaltkreise, die sich insbesondere durch geringen Leistungsverbrauch und hohe Zuverlässigkeit auszeichnen und für den Einsatz in Uhren besonders geeignet sind.

Doch nachdem auch die Fertigstellung eines neuen Halbleiterwerks in Eching 1981 den spezifischen Vorteil der Eurosil-Halbleiter angesichts der raschen technologischen Entwicklung nicht wettmachen kann, gibt Diehl seine Eurosil-Anteile kurz darauf wieder ab.

Herdschaltautomatik

Diehl Schaltsysteme erobern die Haushalte:

Von der Konstruktion komplexer Schaltsysteme über den Bau der darin verwendeten elektrischen Kleinmotoren bis hin zur Kunststoff-, Regelungs- und Steuerungstechnik präsentiert sich Diehl als Spezialist rund um Gerätesteuerungen.

Der Ausbau der Anwendungsbereiche umfaßt bald die ganze Palette der in der Küche und im Heizungskeller anzutreffenden Geräte. Mit einer Ausnahme: Der Bereich „Nass“. Im Bereich Steckdosenschaltuhren werden beispielsweise 1981 zwei Millionen Stück produziert, bereits zwei Jahre später sind es doppelt so viele. Da ein großer Teil der Produktion in den Export geht, liegt es nahe, einen Teil auch dort zu produzieren. Aus diesem Grund wird 1985 die amerikanische Firma Borg Instruments erworben, die nun Herdschaltuhren und Automobiluhren fertigt. 

Junghans Uhren, der Technologieführer am Handgelenk: MEGA SOLAR

Die Uhr, die ewig läuft:

Mit der Vorstellung der ersten funkgesteuerten Tischuhr der Welt, die gleichzeitig Solarenergie zur Energieversorgung nutzt, macht Junghans zum 125-jährigen Firmenjubiläum 1986 Schlagzeilen. Ziel der Entwickler ist eine Uhr, die ewig läuft und niemals falsch geht. Dieses Ziel ist 1993 erreicht: Junghans präsentiert die MEGA SOLAR, die weltweit erste Funk-Solar-Armbanduhr. Das Unternehmen ist damit unumstrittener Technologieführer.

Nachdem die internationalen Vertriebsaktivitäten immer mehr in den Vordergrund treten, erscheint die Abgabe von Junghans an einen strategischen Partner damit sinnvoll. Im Herbst 2000 wird dieses traditionsreiche Kapitel in der Diehl-Firmenchronik geschlossen.

Die Zünderfertigung von Junghans Feinwerktechnik verbleibt hingegen bei Diehl. 

Thermalbatterien von Diehl & Eagle Picher

Wandel zum Systemanbieter:

Der Rückgang des klassischen Munitionsgeschäfts geht bei Diehl einher mit dem Anwachsen neuer Betätigungsfelder. So werden beispielsweise seit 1971 gemeinsam mit dem amerikanischen Batteriespezialisten Eagle Picher komplette Lösungen zur Energieversorgung von Flugkörpern angeboten.

Die Beschäftigung mit endphasengelenkten – sogenannten intelligenten – Geschossen im Jahr 1975 ermöglicht das Konzept des Geschosses „Bussard“. Intelligente Munition wird zu einem neuen Schwerpunkt des Unternehmens und führt in direkter Linie zur Mitbeteiligung am multilateralen Entwicklungsprogramm MLRS (Multiple Launch Rocket System). 

1980

Gründung der Karl-Diehl-Stiftung:

Anlässlich seines 80. Geburtstags am 4. Mai 1987 ruft Karl Diehl die „Karl-Diehl-Stiftung für Menschen in Not“ ins Leben. Die regelmäßig von der Firma Diehl dotierte Stiftung richtet sich an aktive und ehemalige Mitarbeiter der Firmengruppe Diehl und deren Angehörige weltweit an allen Standorten sowie an Menschen der Region Nürnberg ohne Ansehen von Konfession und Nationalität.

Die Stiftung wird dort tätig, wo staatliche Stellen nicht einspringen können, Hilfe aber dringend gebraucht wird. 

MLRS-Raketenwerfer

Positionierung als Partner auch auf internationaler Ebene:

Diehl wird 1988 europäischer Gesamtintegrator des Waffensystems MLRS und beteiligt sich an der Entwicklung des RAM-Systems (Rolling Airframe Missile) zur schiffsgestützten Flugzielbekämpfung. Das Unternehmen positioniert sich mit diesen und anderen herausragenden Kooperationsprojekten – darunter die intelligente Suchzündermunition SMArt und andere – als Systemanbieter auf nationaler wie internationaler Ebene.

Luftansicht von Controls in der Donaustraße

Umzug der Schaltsysteme in die Donaustraße:

Die beeindruckende Entwicklung des Bereichs Schaltsysteme macht es notwendig, die Produktion aus der traditionsreichen Stephanstraße (Werk 2) in ein modernes Werk zu verlegen. Als bis dahin größte Einzelinvestition in der Firmengeschichte wird dazu in der Nürnberger Donaustraße eine weiträumige Baulichkeit errichtet, in die der Geschäftsbereich im November 1989 umzieht. Von hier aus sollen neue Märkte in Europa und den USA erschlossen werden. 

Endabnahme-Prüfstand bei BGT

High-Tech vom Bodensee:

Mit dem Unternehmen Bodenseewerk Gerätetechnik (BGT) erwirbt Diehl 1989 mehrheitlich ein Unternehmen, das zu den traditionsreichsten Herstellern von Luftfahrtausrüstung zählt. Das Unternehmen hat als Generalunternehmer für das europäische Produktionsprogramm des Luft-Luft-Flugkörpers Sidewinder AIM-9B und als Hersteller von Lenkraketen und Luftfahrtausrüstung einen hervorragenden Ruf.

BGT verfügt über umfangreiche Erfahrungen im Management von europäischen Flugkörper-Großprogrammen und kann darüber hinaus auf eine breite Technologiebasis sowohl in der Wehrtechnik als auch in der zivilen Avionik verweisen. 

Aufsetzen eines vorgefertigten Fahrerhauses für Paketverteilerfahrzeuge

Spezialisten für Instandsetzung:

Die Instandsetzung von gepanzerten und ungepanzerten Fahrzeugen der Bundeswehr und zeitweise auch der amerikanischen Streitkräfte ergänzt das wehrtechnische Engagement von Diehl um ein weiteres Geschäftsfeld. Zu diesem Zweck werden zwischen 1986 und 1994 fünf Fahrzeugspezialisten erworben und zu einer schlagkräftigen Einheit zusammengeführt: Die FFG Flensburger Fahrzeugbau Gesellschaft (bis 2001), die Neubrandenburger Fahrzeugwerke (bis 2001), die Industriewerke Saar in Freisen (bis 2015), die Ichendorfer Fahrzeug- und Instandsetzungs GmbH (bis 1993) und die FFT Fahrzeugbau und Fahrzeugtechnik in Mainz (bis 1999).

Umfangreiche Spezialkenntnisse machen daneben den Aufbau einer zivilen Fahrzeugfertigung möglich, die in erster Linie Kunden im Bereich der Kommunen, der Hilfsdienste und der Paketverteiler anspricht.

Mit dem sukzessiven Rückzug aus diesem Geschäft trägt Diehl bis 2015 den seit Jahren rückläufigen Instandsetzungsaufträgen Rechnung. 

Geschirrspüler-Schaltwerk mit Hybridelektronik von AKO

Erwerb der AKO-Werke stärkt Schaltsysteme:

Mit dem Erwerb der AKO-Werke im schwäbischen Wangen schließt Diehl 1996 die strategische Lücke „Nass“ (Waschmaschinen, Trockner und Geschirrspüler) bei seinen Gerätesteuerungen. Hier ist AKO führend, der Entwickler der elektrischen Steuerung für den ersten Waschvollautomaten von 1956.

Diehl wird jetzt zu einem der großen europäischen Zulieferer der Weiße-Ware-Industrie. Diehl-Produkte sind jetzt in nahezu jedem Haushalt Bestandteil hochwertiger Markenprodukte. 

Die Produkte von VDO Luftfahrt finden sich an der Schnittstelle Mensch/Maschine in Luftfahrzeugen

Neuaufstellung im Bereich Luftfahrtausrüstung:

Gemeinsam mit dem Partner Sextant Avionique übernimmt Diehl 1993 die VDO Luftfahrtgeräte GmbH, den Lieferanten für Display-Management-Computer für die Airbus-Familie. Gemeinsam mit dem BGT-Bereich Regelung und Navigation wird 1999 die Diehl Avionik Systeme GmbH gegründet, ein Unternehmen, in dem Diehl seine Aktivitäten auf den Gebieten elektronische Flug- und Triebwerksregelungen, digitale Anzeigesysteme, Bordrechner und Sensoren bündelt.

Diehl ist jetzt neben Airbus auch mit Boeing und anderen Flugzeugherstellern im Geschäft.

Produkte von Diehl Ident dienen der berührungslosen Identifikation von Tieren und Gegenständen

Identsysteme-Aktivitäten werden gebündelt:

Um den stark wachsenden Markt der Identifikationssysteme gezielter zu bearbeiten und die verschiedenen Diehl-Aktivitäten in diesem Bereich zusammenzuführen, wird 1995 eine eigenständige Gesellschaft, die Diehl Ident GmbH, gegründet. Hierzu zählen Basistechnologien, die im Bereich Identifizierung von Lebewesen oder Gegenständen, Kassen- und Bestellsystemen oder auch zur funkgesteuerten Verbrauchswerterfassung verwendet werden können. Diehl sammelt auf diese Weise Know-how und Erfahrungen, die späteren Entwicklungen – beispielsweise im Bereich Metering – zugute kommen. 

1990

Diehl-Standort auf dem Maasberg im Saarland

Diehl-Munitionsstandorte werden zusammengefasst:

Der mit dem Ende des Ost-West-Gegensatzes einhergehende starke Auftragsrückgang im Bereich wehrtechnischer Produkte macht es notwendig, 1995 die bisher selbständig agierenden Diehl-Munitionsstandorte Röthenbach und Mariahütte/Maasberg zu einer Unternehmenseinheit Munition zusammenzufassen. Ziel ist es, die Standorte dauerhaft zu erhalten, aber die Synergien besser zu nutzen.

Diehl stellt sich damit frühzeitig auf die Veränderungen im Defence-Geschäft ein. 

IRIS-T am Eurofighter

IRIS-T-Programm wird gestartet:

1996 wird die eigenentwickelte Luft-Luft-Flugkörperrakete kurzer Reichweite „IRIS-T“ erfolgreich getestet. Die sechs Nationen Kanada, Deutschland, Griechenland, Italien, Norwegen und Schweden unterzeichnen eine Regierungsvereinbarung, um die Entwicklungsphase zu starten. BGT demonstriert damit erneut seine Leistungsfähigkeit und schafft so die Voraussetzungen für den modernsten Luft-Luft-Flugkörper kurzer Reichweite, der die Nachfolge des legendären „Sidewinder“ antreten soll.

2003 genehmigt der Deutsche Bundestag die Serienvorbereitung und die Fertigung des Pilotloses. Die technologische Spitzenstellung von BGT bei der Beherrschung wichtiger Schlüsselkomponenten wie Suchkopf, Lenk- und Steuerteil wird durch diesen Erfolg unterstrichen. 

AIM liefert Schlüsselkomponenten zur Bilddarstellung und Signalverarbeitung

AIM wird neuer Partner von BGT:

BGT übernimmt gemeinsam mit einem Partner 1997 die AIM Infrarot-Module GmbH in Heilbronn. Das Hochtechnologieunternehmen entwickelt und produziert Schlüsselkomponenten zur Bilddarstellung und Signalverarbeitung von IR-Strahlung. Kernkompetenz von AIM ist die technologische Beherrschung der gesamten Signalkette, vom Halbleiter als hochintegriertem Sensor über die A/D-Wandlung bis zu digitalen Standardschnittstellen für die Bilddarstellung.

Das Unternehmen ist mit BGT durch langjährige Zusammenarbeit eng verbunden. 

Der bayerische Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber nimmt die Großinvestition Indirekte Strangpresse in Röthenbach offiziell in Betrieb

Weitere Stärkung des Metallgeschäfts:

Zur Ergänzung der Produktpalette übernimmt Diehl 1997 das französische Unternehmen Griset in Villers St.-Paul, ein führender Hersteller von Stufenbändern aus Kupfer und Kupferlegierungsbänder für die Elektronikindustrie. 1998 wird am Standort Röthenbach vom bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Edmund Stoiber eine neue Indirekte Strangpresse in Betrieb genommen. Mit dieser Großinvestition zum 60. Jahrestag der Werksgründung bekräftigt das Familienunternehmen Diehl erneut sein Bekenntnis zum Standort Deutschland und den hier angesiedelten Arbeitsplätzen.

Zur Bearbeitung des chinesischen Markts wird 1999 ein Schneid- und Service-Center im chinesischen Shenzhen gegründet. Ein Jahr später übernimmt Diehl das US- Unternehmen „The Miller Company“ in Meriden. Das Unternehmen ist ein wichtiger Hersteller von Kupfer- und Kupferlegierungsbändern und gilt als Spezialist für Bronzebänder.

Karl Diehl mit seinen Söhnen Dr. Thomas Diehl, Werner Diehl und Peter Diehl (v.r.n.l.)

Karl Diehl verfügt Familienstiftung:

Zur Sicherung der Unternehmensgruppe Diehl als ein selbständiges und unabhängiges Familienunternehmen auch für die folgenden Generationen verfügt Karl Diehl 1998 die Umfirmierung der Firma in die Diehl Stiftung & Co. Die Kapitalverhältnisse bleiben davon unberührt. Für die Stiftung wird ein Aufsichtsrat eingerichtet, der zunächst nur aus den Gesellschaftern besteht, später auch durch externe Mitglieder erweitert wird. Vorsitzender des Gremiums ist Karl Diehl.

Die Firma Diehl konzentriert sich auch weiterhin auf die Erreichung wirtschaftlich erfolgreicher Ziele.

Partner der Bundeswehr seit der ersten Stunde

Bündelung der Ressourcen im Bereich Luftfahrt und Munition:

Das Unternehmen Diehl fasst zu Jahresbeginn 2000 die beiden Geschäftsbereiche Munition und Luftfahrt zum neuen Geschäftsbereich „Verteidigungssysteme & Avionik“ (VA-Systeme) zusammen.

Mit der neuen Struktur sollen sämtliche Kräfte und Ressourcen der beiden Bereiche gebündelt und strategisch aufeinander abgestimmt werden, um auf diese Weise kraftvoller auf dem Markt aufzutreten. Mit fast 4.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von rund 1,1 Mrd. DM verfügt der neue Geschäftsbereich über das entsprechende Gewicht, um im weltweiten Konzert der Großen mithalten zu können. 

Neustrukturierung in vier Teilkonzerne:

Die Eigenständigkeit des Familienunternehmens Diehl kann dauerhaft nur bei Erwirtschaftung einer nachhaltig anspruchsvollen Umsatzrendite sichergestellt werden. Hierzu ist es erforderlich, dass die operativen Unternehmenseinheiten auch im zunehmend globalen Wettbewerb flexibel reagieren und die gebotenen Marktchancen nutzen können.

Die über Jahrzehnte gewachsene gesellschaftliche Struktur der Firmengruppe wird daher der dezentralen Führungsstruktur des Unternehmens angepasst. Diehl besteht künftig aus den vier Teilkonzernen Metall, Controls, Geräte und VA Systeme.

Der Teilkonzern Geräte wird 2001 in Diehl VA Systeme integriert.

Diehl Metall liefert Bänder für den Euro

Der Euro kommt – auch aus dem Hause Diehl:

Ab 2002 soll er in Deutschland und zunächst zehn weiteren Staaten gleichzeitig eingeführt werden – der Euro. Für den Erstbedarf ist die beeindruckende Menge von 70 Milliarden Münzen mit einem Gewicht von etwa 250.000 Tonnen vorgesehen. Als Hartwährung wird es acht Werte geben, vom 1 Cent-Stück bis zum 2 Euro-Stück. Kupferplattierter Stahl für die drei niedrigsten Werte, Bicolor aus zwei verschiedenfarbigen Metallen für die beiden höchsten. Dazwischen kommt Nordic Gold zum Einsatz, ein Material, das aus Kupfer, Zink, Zinn und Aluminium zusammengesetzt ist. Alles in höchster Qualität, mit exakt festgelegten Toleranzwerten.

Das Sundwiger Messingwerk und Griset liefern einen Teil des Ausgangsmaterials für die neue Währung.

Produkte von Diehl Controls

Controls stellt sich international auf:

Dem Wunsch der internationalen Kunden folgend, eröffnet Diehl Controls in rascher Folge neue Fertigungseinrichtungen im Ausland. Den Beginn macht Diehl Controls (Nanjing) in China im Jahr 2001. Es folgt zwei Jahre später Diehl Controls Mexico in Querétaro und findet 2006 mit der Eröffnung eines eigenen Entwicklungszentrums in Polen schließlich seinen vorläufigen Höhepunkt. 

Diehl wird 100 Jahre:

Das einhundertjährige Firmenjubiläum feiern Familie und Unternehmen gemeinsam mit Kunden und Partnern aus aller Welt in Nürnberg. Eingeladen sind auch einige tausend langjährige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, symbolisch für alle Beschäftigten der Gruppe rund um den Globus. Mittelpunkt der Feierlichkeiten ist natürlich Karl Diehl, der Seniorchef des Unternehmens, der das Jubiläum zum Anlass nimmt, den Vorsitz des Aufsichtsrats an seinen ältesten Sohn Werner Diehl zu übertragen. 

Airbus A380

Diehl mit beachtlichen Arbeitspaketen im Airbus A380 vertreten:

Mit 555 Passagieren und einer Reichweite von 14.800 Kilometer soll das neue Verkehrsflugzeug A380 von Airbus Maßstäbe für die rasche Verbindung zwischen den Kontinenten setzen und in Sachen Komfort, Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit neue Standards setzen. Diehl erhält 2003 den Zuschlag für eine ganze Reihe von wichtigen Basissystemen, angefangen von der Cockpitausrüstung über die Flugsteuerung bis hin zu Kabinensystemen. Mit der am Standort Frankfurt betriebenen Entwicklung einer neuen Türsteuerung werden erstmals in einem Flugzeug vollautomatisch öffnende Passagiertüren eingeführt.

Auch im später folgenden Airbus A350 wird Diehl mit wichtigen Arbeitspaketen vertreten sein. 

Hydrometer im mittelfränkischen Ansbach

Hydrometer in die Diehl-Gruppe eingegliedert:

Die bislang im privaten Firmenkreis der Familie Diehl geführte Firma Hydrometer wird 2003 in die Diehl-Gruppe eingegliedert. Die Hydrometer GmbH mit Standorten in Ansbach und Apolda sowie ihren Tochtergesellschaften Sappel/Frankreich, Mirometr/Polen, Elin Wasserwerkstechnik/Österreich, MOM/Ungarn und Sappel do Brasil/Brasilien ist ein internationaler Verbund, der mit 900 Mitarbeitern jährlich mehr als 3 Millionen Wasser- und Wärmezähler produziert.

Luftbild des Sundwiger Messingwerks in Hemer

Großinvestitionen bei Metall:

Mit der Gründung der Diehl SynchroTec Manufacturing in Wuxi im Jahr 2003 nimmt Diehl Metall den strategisch wichtigen Markt China ins Visier, um die vor Ort tätigen Automobilunternehmen schnell und flexibel mit Synchronringen beliefern zu können. 2004 sorgt eine Großinvestition in die Erweiterung des Sundwiger Bandwalzwerks für den weiteren Ausbau der kontinuierlichen Bandgießanlagen. Damit wird die Stellung des Unternehmens als weltweit größter Hersteller gegossener Bänder aus Kupferlegierungen für die Halbleiter- und Connectorindustrie weiter gefestigt.

2005 folgen die Errichtung einer neuen Rohrpresse und 2009 die Inbetriebnahme einer neuen vertikalen Gießanlage – jeweils in Röthenbach –, weitere Großinvestitionen zur Absicherung der Wettbewerbsposition. 

Einblicke in das Unternehmen Diehl BGT Defence

Gründung der Diehl BGT Defence GmbH:

Im Teilkonzern VA Systeme werden 2004 die beiden Tochtergesellschaften Bodenseewerk Gerätetechnik und Diehl Munitionssysteme zur Diehl BGT Defence GmbH (DBD) fusioniert. Damit bündelt der Teilkonzern seine beiden Tochtergesellschaften mit dem Flugkörper- und Munitionsgeschäft in einem Unternehmen. Der Hauptsitz ist in Überlingen.

Damit trägt Diehl den zukünftigen Anforderungen der Bundeswehr Rechnung, die angesichts der neuen Bedrohungsszenarien ihrerseits einem dramatischen Wandel im Hinblick auf Umfang, Struktur und Einsatzphilosophie unterliegt. An den Standorten Überlingen, Maasberg/Mariahütte und Röthenbach beschäftigt DBD rund 1.800 Mitarbeiter. 

IRIS-T – die Standardbewaffnung für den Luftnahkampf moderner Kampfflugzeuge

Diehl erhält Serienvertrag für Flugkörper IRIS-T:

Mit der Unterzeichnung des Vertrages über die Serienfertigung des Luft-Luft-Lenkflugkörpers IRIS-T kann Diehl im Dezember 2004 den größten Auftrag der Firmengeschichte verzeichnen. Bei dem Programm tritt Deutschland als Leitnation für die weiteren beteiligten Länder Griechenland, Italien, Norwegen, Spanien und Schweden auf und Diehl BGT Defence wird zum Generalunternehmer. IRIS-T steht damit vor der Einführung als Standardbewaffnung für den Luftnahkampf moderner Kampfflugzeuge. Der Flugkörper wird auch für bodengestützte und andere Formen der Luftabwehr in Betracht gezogen. 

Diehl Aerospace bietet Systemlösungen für die kommerzielle und militärische Luftfahrt

Diehl Aerospace bündelt Diehl-Luftfahrtgeschäft:

Die Diehl Luftfahrt Elektronik in Nürnberg und Diehl Avionik Systeme bilden 2006 ein neues Unternehmen, die Diehl Aerospace GmbH. Das Unternehmen beschäftigt an den Standorten in Frankfurt/Main, Hamburg, Nürnberg, Rostock, Sterrett (USA), Toulouse und Überlingen rund 1.200 Mitarbeiter.

Durch die Bündelung der Aktivitäten entsteht ein starker globaler Partner der Luftfahrtindustrie, der die lange Tradition der beiden Systemausrüster der kommerziellen und militärischen Luftfahrt fortsetzt. 

Segmentierte Bandkette von Diehl Remscheid zusammen mit den Lenkflugkörpern IRIS-T und RAM von Diehl BGT Defence

Diehl übernimmt restliche Anteile an DBD:

Diehl übernimmt 2006 die Minderheitsanteile an Diehl BGT Defence und wird damit vollständiger Eigentümer des Unternehmens. Eine Vereinbarung zwischen Diehl und Thales zur Gründung der gemeinsamen Zünder-Tochter Junghans Microtec schafft im gleichen Jahr den Grundstein für einen global agierenden Branchenführer in Europa. Das neue Unternehmen verfügt über Betriebsstätten in La-Ferté-Saint-Aubin und Dunningen-Seedorf mit rund 350 Beschäftigten.

2007 wird Diehl VA Systeme in die beiden Teilkonzerne Diehl Defence und Diehl Aerosystems aufgespalten. 

Stahl-Synchronringe von Diehl Metall

Diehl produziert jetzt auch Stahl-Synchronringe:

Synchronringe aus Messing für die Automobilindustrie gehören seit fünfzig Jahren zu den Erfolgsprodukten von Diehl Metall. Die Zahl der hergestellten Ringe hat die Milliardengrenze längst überschritten. Nachdem aufgrund immer höherer Motorleistungen, Drehzahlen und Drehmomente die Anforderungen an Synchronringe weiter steigen, geht der Trend insbesondere in den oberen Fahrzeugsegmenten zu Stahl-Synchronringen mit neuartigen, verschleißbeständigen Carbon-Reibschichten.

Ministerpräsident Dr. Günther Beckstein kann 2007 eine neue Stahl-Synchronringfertigung von Diehl Metall zur Bedienung der wachsenden Nachfrage in Röthenbach eröffnen. Insgesamt belaufen sich damit die Investitionen der letzten Jahre am Metallstandort Röthenbach auf rund 50 Millionen Euro. 

Die Diehl-Mitarbeiter gratulieren ihrem Seniorchef mit einer riesigen Glückwunschkarte an der Fassade der Hauptverwaltung

Karl Diehl 100 Jahre:

Am 4. Mai 2007 kann Karl Diehl seinen 100. Geburtstag feiern. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gratulieren mit einer riesigen Glückwunschkarte an der Fassade der Nürnberger Hauptverwaltung, die aus vielen tausend Fotos zusammengesetzt ist. Der Jubilar wird bei guter Gesundheit zum Mittelpunkt einer großen Geburtstagsfeier im Nürnberger Rathaussaal, zu der seine Familie zusammen mit vielen Freunden, Weggefährten und Vertretern aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens zusammenkommen.

Die Stadt Nürnberg feiert ihren Ehrenbürger im Rahmen eines gesonderten Empfangs. 

Karl Diehl (1907–2008)

Karl Diehl stirbt:

Karl Diehl stirbt am 19. Januar 2008 im Alter von 100 Jahren. Mit ihm geht für Diehl eine Epoche zu Ende. Unerschütterlicher Optimismus, ein besonderes Geschick im Umgang mit Menschen und ein hohes Maß an Schaffensfreude, vereint mit unternehmerischem Weitblick, bildeten die Grundlage für seinen erfolgreichen Lebensweg. Ohne Karl Diehl würde das Unternehmen Diehl in seiner heutigen Form nicht existieren. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter trauern gemeinsam mit seiner Familie, den Freunden und Weggefährten. 

Gründung der Irmgard Diehl Kinderstiftung:

Um einem letzten Wunsch Karl Diehls zu entsprechen, gründet sein Sohn Werner Diehl die Irmgard-Diehl-Kinderstiftung, die das Angedenken an Irmgard Diehl, die 1965 verstorbene Ehefrau Karl Diehls und Mutter seiner drei Söhne aufrechterhalten soll.

Das Hilfsangebot der Stiftung richtet sich an missbrauchte, traumatisierte, sozial benachteiligte oder behinderte Kinder und Jugendliche in Oberfranken, Mittelfranken und Schwaben – den Lebensmittelpunkten Irmgard Diehls. Die Stiftung wird aktiv, wenn es um Behandlungen im medizinisch/therapeutischen Sektor geht, die von den Krankenkassen üblicherweise nicht übernommen werden können, insbesondere Heilmethoden mit Pferden, Hunden und Delphinen. 

Diehl und Thales übernehmen im Rahmen einer großen Mitarbeiterveranstaltung das Airbus-Werk Laupheim

Diehl und Thales übernehmen Airbus-Werk Laupheim:

Diehl und Thales übernehmen im Oktober 2008 das Airbus-Werk Laupheim, das von jetzt an unter Diehl Aircabin GmbH firmieren wird. Mit der erfolgreichen Akquisition haben Diehl und Thales die notwendigen Voraussetzungen geschaffen, um für die großen Flugzeughersteller Partner in der Kabinenintegration zu werden – ein Geschäftsfeld, das komplementär zu den übrigen Luftfahrtaktivitäten beider Unternehmen ist.

Das Werk Laupheim wird als Center of Competence für die Flugzeugkabine in erheblichem Maße von dem neu entstandenen Verbund mit der Schwesterfirma Diehl Aerospace profitieren. 2012 wird Thales seine Anteile an Diehl Aircabin an Diehl abgeben. 

Hochpräzise Messgeräte für Wasser, thermische Energie, Gas und Strom von Diehl Metering

Aus der Hydrometer-Gruppe wird Diehl Metering:

Angesichts der positiven Entwicklung der Hydrometer-Gruppe in den letzten Jahren und der zunehmenden Bedeutung für die Diehl-Gruppe, wird das Unternehmen ab Mitte 2010 als Teilkonzern Metering geführt. Die Unternehmen von Diehl Metering entwickeln und fertigen hochpräzise Messgeräte für Wasser, thermische Energie, Gas und Strom – und das schon seit teilweise rund 150 Jahren. Weltweit werden jährlich mehr als 6 Millionen Messgeräte und 3,5 Millionen Funkmodule in eigenen Werken produziert.

Vollintegrierte Wertschöpfungskette für die Herstellung hochwertiger Bänder

Diehl Metal Applications nimmt Arbeit auf:

Im Teilkonzern Diehl Metall werden 2010 sechs Unternehmen in Deutschland und Frankreich unter der Diehl Metal Applications GmbH zusammengeführt. Dazu gehören das Sundwiger Messingwerk, Diehl Metall (Shenzhen) und die in den Vorjahren übernommenen Diehl Augé Decoupage, OTB Oberflächentechnik in Berlin, Diehl Power Electronic und die Zehdenick Innovative Metall- und Kunststofftechnik (ZIMK).

Hinzu kommt 2012 noch das Unternehmen Schempp & Decker in Berlin. Mit diesem Schritt schafft Diehl Metall eine über die Standorte hinweg vollintegrierte Wertschöpfungskette, die die Herstellung des Bandes, das Veredeln der Oberfläche, das Stanzen und Umformen sowie das Umspritzen mit Kunststoff umfasst. 

Produkte von Diehl Defence Land Systems

Diehl Defence Land Systems bündelt Fahrzeuggeschäft von Diehl:

Der Teilkonzern Defence bündelt sein Fahrzeuggeschäft, das in den Firmen Industriewerke Saar und Diehl Remscheid angesiedelt ist, im Jahr 2011 unter dem Dach der Diehl Defence Land Systems GmbH. Das Unternehmen führt die Geschäftsaktivitäten in den Spezialgebieten Systemketten für gepanzerte Fahrzeuge und Instandsetzung von militärischen Fahrzeugen fort.

Ergänzend wird ein neuer Produktbereich ausgebaut, der sich mit den Themen Umbau und Upgrade von militärischen Fahrzeugen befasst. Das operative Geschäft der Diehl Land Systems GmbH wird 2015 an Krauss Maffei Wegmann abgegeben.

Offizielle Eröffnung des ungarischen Standorts von Diehl Aerosystems

Diehl Aerosystems ergänzt Portfolio:

Durch die Übernahme der DASELL Cabin Interior GmbH (2010) und dem Erwerb des Hamburger Bordküchenherstellers Mühlenberg Interiors (2011) kann Diehl Aerosystems sein Portfolio als führender Anbieter von Avionik-Produkten und Lösungen für Flugzeugkabinen weiter ergänzen.

Der Teilkonzern ist jetzt in der Lage, je nach Kundenwunsch entweder Komplett-Pakete oder auch einzelnen Produkte aus einem umfangreichen Portfolio anzubieten, das aus Avionik-Lösungen, Kabinen-Elektronik und -Beleuchtung bis hin zu Kabinen-Verkleidungen, Gepäckfächern und Monumenten reicht.

Die Neuzugänge werden unter Diehl Comfort Modules und Diehl Service Modules in den Teilkonzern integriert. Hinzu kommt ab 2011 der Aufbau eines weiteren Standorts von Diehl Aircabin im ungarischen Nyírbátor . 

Die AOA Apparatebau Gauting bietet Systemlösungen für die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung im Flugzeug

Diehl integriert AOA Apparatebau Gauting:

Diehl übernimmt im Sommer 2014 die AOA Apparatebau Gauting GmbH und integriert das Unternehmen in den Teilkonzern Aerosystems. Die AOA ist eine mittelständische Unternehmensgruppe mit Standorten in Oberpfaffenhofen/Gilching und Dresden sowie Kundendienstzentren in Dallas/Texas und Singapur.

Das Unternehmen bietet für den Bereich der Luftfahrtindustrie innovative Systemlösungen für die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung sowie für Branderkennung und Klimatisierung. Beschäftigt werden rund 475 Mitarbeiter. 

heute

Die Fabrik des Jahres 2015 steht in Wangen

Die Fabrik des Jahres 2015 steht in Wangen:

Der Standort Wangen des Teilkonzerns Diehl Controls erhält im Benchmark-Wettbewerb „Die Fabrik des Jahres/ Global Excellence in Operations“ als Gesamtsieger des Wettbewerbs die prestigereiche Auszeichnung „Fabrik des Jahres 2015“. Die Juroren heben hervor, dass es bei Diehl Controls gelungen sei, den Kernprozess der Leiterplattenbestückung in allen Dimensionen zu optimieren. Bei dieser Schlüsselkompetenz für viele High-Tech-Produkte sei das Werk auf global führendem Niveau.  

Peter Diehl (1949 – 2016)

Gesellschafter Peter Diehl stirbt:

Unternehmen und Familie Diehl trauern um Peter Diehl, den Gesellschafter und stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden der Diehl Stiftung, der am 6. Februar 2016 im Alter von 66 Jahren nach längerer Krankheit verstirbt. Die Brüder Peter Diehl und Dr. Thomas Diehl haben bereits 2012 durch die Aufnahme ihrer Kinder (vierte Familiengeneration) in den Gesellschafterkreis der Firma den Fortbestand des Familienunternehmens sichergestellt.  

Rhinocerus – Holzstich von Albrecht Dürer

Familie Diehl schenkt Stadt Nürnberg einzigartige Dürer-Sammlung:

Insgesamt 106 kostbare Kupferstiche und Radierungen sowie 37 Holzschnitte des Nürnberger Meisters Albrecht Dürer ( 1471 – 1528 ) aus der Hinterlassenschaft Karl Diehls sind im Frühjahr 2016 von seiner Familie als Geschenk an die Stadt Nürnberg übergeben worden. Die nahezu vollständige Sammlung von Stichen des berühmten Meisters soll dem Wunsch von Karl Diehl entsprechend dauerhaft zusammenbleiben und für Interessierte zugänglich sein.

Der Nürnberger Oberbürgermeister Dr. Maly bezeichnet die „großzügige Stiftung“ als eine der bedeutendsten Kunstschenkungen, die Nürnberg jemals zuteil wurde. Ausgewählte Werke der Sammlung werden durch die Kunstsammlungen der Stadt Nürnberg im Rahmen einer Sonderausstellung während des Sommers gezeigt. Die Eröffnung der Ausstellung erfolgt durch das Königspaar der Niederlande, Ihre Majestäten Willem-Alexander und Máxima. 

Digitale Transformation bei Diehl gestartet:

Im Rahmen des jährlichen Treffens aller Führungskräfte der Gruppe wurde im Juli 2016 der offizielle Startschuss für die digitale Transformation des Unternehmens gegeben. Ziel des gruppenweiten Veränderungsprozesses ist es, die Chancen der digitalen Technologien für das heutige wie auch das zukünftige Geschäft noch intensiver zu nutzen und ein besseres Verständnis dafür bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu wecken.

Thomas Diehl (1951 - 2017)

Trauer um Dr. Thomas Diehl:

Im Alter von 66 Jahren stirbt am 16. April 2017 der Gesellschafter und Vorstandsvorsitzende der Diehl Stiftung Dr. Thomas Diehl. Die Diehl-Gruppe trauert zusammen mit seiner Familie um den hochgeachteten Chef, der das Unternehmen mit beeindruckender Weitsicht, herausragendem Sachverstand und väterlicher Fürsorge fast ein Vierteljahrhundert erfolgreich geführt und geformt hat.

Er war Ingenieur aus Leidenschaft, der das Unternehmen mit seinen Ideen inspiriert und gefordert hat.  

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