please select language

Geschichte

1957

Gründung der Aero-Dienst GmbH

Aus der Not geboren: Mit eigenem Firmenflugzeug, aber ohne Wartungsmöglichkeiten gründet Karl Diehl 1957 mit seinem Cousin Karl Heinz Schmidt die Aero-Dienst GmbH. Das Unternehmen entwickelt sich in der Folgezeit sehr erfolgreich, fungiert ab 1975 als exklusiver Partner für den ADAC und wird 1998 an diesen abgegeben.

Ausbau der Luftfahrtkompetenzen

Bereits in den Anfangsjahren der Bundeswehr, Ende der 1950er Jahre wird Diehl mit der Wartung von Autopiloten der Noratlas-Flugzeuge beauftragt und baut seine Luftfahrtaktivitäten durch Lizenzfertigungen weiter aus. Aus Aktivitäten wie diesen geht die Diehl Luftfahrt Elektronik (DLE) hervor.

1970

Diehl und Airbus: Partner der ersten Stunde

Partner der ersten Stunde: DLE beteiligt sich mit Arbeitspaketen im Bereich der Kabinenbeleuchtung und der Notstromversorgung an der Entwicklung der A300. Die enge Zusammenarbeit mit Airbus hat Bestand – bis zum heutigen Tag.

1980

Erwerb der BGT

Mit der Bodenseewerk Gerätetechnik (BGT) erwirbt Diehl 1989 mehrheitlich einen der renommiertesten Hersteller von Lenkraketen und Luftfahrtausrüstung. 

1990

Erwerb der VDO Luftfahrtgeräte

Gemeinsam mit dem Partner Sextant Avionique übernimmt Diehl 1993 die VDO Luftfahrtgeräte, Lieferant für Display-Management-Computer für die Airbus-Familie.

Gründung der Diehl Avionik Systeme

Gemeinsam mit dem BGT-Bereich Regelung und Navigation wird 1999 die Diehl Avionik Systeme gegründet. Hier werden fortan die Aktivitäten im Bereich elektronische Flug- und Triebwerksregelungen, digitale Anzeigesysteme, Bordrechner und Sensoren zusammengefasst.

2000

Neuer Geschäftsbereich VA-Systeme

2000 werden die beiden Geschäftsbereiche Munition und Luftfahrt zum neuen Geschäftsbereich „Verteidigungssysteme & Avionik“ (VA-Systeme) verschmolzen. Mit fast 4.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von über einer Milliarde Mark jährlich hat der neue Geschäftsbereich seine Schlagkraft im Markt damit deutlich erhöhen können.

Diehl mit umfangreichen Arbeitspaketen im Airbus A380

Von der Cockpitausrüstung über die Flugsteuerung bis hin zu Kabinensystemen: Diehl erhält 2003 den Zuschlag für eine ganze Reihe von wichtigen Basissystemen für die A380, unter anderem den für die ersten vollautomatisch öffnenden Passagiertüren, die je in einem Flugzeug verbaut wurden.

Diehl als Zulieferer für Boeing „Dreamliner“

2005: Der amerikanische Flugzeugbauer Boeing wählt Diehl als ersten deutschen Zulieferer für seine neue Flugzeugfamilie 787 „Dreamliner“ aus. Die Diehl Luftfahrt Elektronik entwickelt ein Kabinenbeleuchtungssystem, mit dem unterschiedliche Lichtstimmungen erzeugt und Sonnenaufgang und -untergänge simuliert werden können. Bereits seit Anfang der 1990er Jahre liefert Diehl vor allem Lichtkomponenten und -systeme an Boeing.

Diehl Aerospace bündelt Luftfahrtgeschäft

2006: Diehl Luftfahrt Elektronik in Nürnberg und Diehl Avionik Systeme verschmelzen zur Diehl Aerospace. Zusammengefasst beschäftigt das Unternehmen an den Standorten in Frankfurt/Main, Hamburg, Nürnberg, Rostock, Sterrett (USA), Toulouse und Überlingen rund 1.200 Mitarbeiter.

Umfangreiche Arbeitspakete für Airbus A350 XWB

2007: Startschuss für Entwicklung und Bau der A350 XWB: Mit insgesamt 13 Arbeitspaketen in den Bereichen Elektronik und Kabinenintegration ist Diehl Aerosystem in einem Umfang wie kaum ein anderer First Tier Supplier weltweit am Bau der A350 XWB beteiligt.

Diehl und Thales übernehmen Airbus-Werk Laupheim

Im Oktober 2008 übernehmen Diehl und Thales das Airbus-Werk in Laupheim, das als Unternehmenseinheit im Teilkonzern fortan unter „Diehl Aircabin“ firmiert. Die Übernahme legt die Grundlage dafür, Kooperationspartnerschaften mit den großen Flugzeugherstellern eingehen zu können.

2012 überlässt Thales Diehl seine Anteile an Diehl Aircabin.

2010

Übernahme der DASELL Cabin Interior

Mit der Übernahme der DASELL Cabin Interior erweitert Diehl einmal mehr seine Lösungs- und Leistungspalette im Gesamtbereich Passagierkabine.

Seit der Gründung im Jahr 1991 hat sich DASELL zu einem der weltweit bedeutendsten Hersteller von Bordtoiletten bzw. Waschräumen für die Flugzeugkabine entwickelt. Zunächst ein Joint-Venture der Sell GmbH und Airbus Deutschland firmiert das Unternehmen heute unter Diehl Comfort Modules als Unternehmenseinheit von Diehl Aerosystems.

Übernahme der Mühlenberg Interiors

2011: Durch den Erwerb des Hamburger Bordküchenherstellers Mühlenberg Interiors erweitert Diehl Aerosystems seine Produktkompetenzen im Bereich Kabinenintegration. Der international renommierte Entwicklungs-, Hersteller- und Wartungsbetrieb für die Ausstattung von Passagier- und Frachtflugzeugen wurde 1909 gegründet und beschäftigte zuletzt 200 Mitarbeiter. Er wird nun als Diehl Service Modules in den Teilkonzern integriert.

Produktionsstandort in Nyírbátor

In Nyírbátor im Nordosten Ungarns wird ab 2011 mit dem Aufbau des ersten Fertigungsstandorts von Diehl Aerosystems außerhalb von Deutschland begonnen. Heute sind im Werk in Nyírbátor über 500 Mitarbeiter beschäftigt. Hergestellt werden dort in erster Linie Ausstattungselementen für Flugzeugkabinen sowie Luftverteilungssystemen für Verkehrsflugzeuge von Airbus.

2014 wird der Standort Nyírbátor durch den Bau einer weiteren Produktionshalle erweitert.

Übernahme AOA

Diehl gibt im Juli 2014 die Übernahme der AOA Apparatebau Gauting bekannt. AOA bietet die Entwicklung, Herstellung und Implementierung vollständiger Systeme für die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung sowie für Branderkennung und Klimatisierung vor allem für den Bereich der Luftfahrtindustrie an. Die Unternehmensgruppe mit Produktionsstandorten in Gilching bei München und Dresden hat sich durch innovative Lösungen weltweit einen Namen gemacht.

Diehl mit Arbeitspaketen für die E2-Familie von Embraer beauftragt

2014: Diehl Aerosystems wird von dem brasilianischen Flugzeughersteller Embraer damit beauftragt, die gesamte Kabinenbeleuchtung, das Kabinenmanagement sowie die die Passanger Service Units für die neue E2-Familie zu entwickeln.

Verschmelzung DSM und DCM

2016: Die Unternehmenseinheiten von Diehl Aerosystems Diehl Service Modules (DSM) und Diehl Comfort Modules (DCM) werden miteinander zur DCM verschmolzen.

Diehl Stiftung & Co. KG © 2018